Chefredakteur Dr. med. Jochen Kubitschek zu
praktischen Problemen der Asthma-Therapie
Chronische Atemwegserkrankungen
wie COPD und Asthma bronchiale
sind in allen Industrienationen - aber auch in den weniger
industrialisierten Ländern - weit verbreitet. COPD und Asthma
bronchiale stellen damit für diese Länder eine große humanitäre
und ökonomische Belastung dar.
Bei einer rechtzeitigen und
sachkundigen medikamentösen Behandlung lassen sich viele
Spätschäden eines Asthma bronchiale zuverlässig verhindern.
Doch leider sprechen sich die aktuellen Ergebnisse vieler
seriöser wissenschaftlicher Studien viel zu langsam herum.
Bedauerlicherweise lässt die Bereitschaft zur
Kooperation (Compliance) der Patienten gerade bei der
Asthma-Therapie oft zu wünschen übrig. Daher bieten feste
Arzneimittel-Kombinationen eine sehr gute Möglichkeit die
Behandlung zu vereinfachen.
Laut jüngster
Statistiken sind in Deutschland rund vier Millionen Menschen
an Asthma bronchiale erkrankt - dabei nimmt diese Zahl trotz aller
therapeutischen Fortschritte und der heute möglichen Früherkennung
eher zu und nicht etwa ab.
Experten weisen zwar immer wieder darauf hin, dass
Asthma-Anfällen sowie einer langfristigen Verschlechterung der
Lungenfunktion durch eine konsequente antientzündliche und
antiobstruktive Behandlung vorgebeugt werden kann - doch nur ein
vergleichsweise kleiner Teil der Asthmapatienten kommt in den
Genuss einer optimalen
medikamentösen Therapie.
Dies ist
erstaunlich und enttäuschend, da es mittlerweile effektive
Therapien gibt, die z.B. in Form von Kombinationspräparaten auch
leicht anzuwenden sind.
Als gut
verträgliche Alternative zu den von manchen Patienten gefürchteten
Kortikosteroiden werden die Chromone Cromoglicinsäure (DNCG) oder
Nedocromil mit gutem Erfolg eingesetzt. Sie kommen besonders gut
für asthmakranke Kinder in Frage. Sie sind zwar schwächer
antientzündlich wirksam als Steroide, dafür sind sie aber gerade
bei bestehender Kortisonangst der Eltern ein guter Ausweg
aus dem therapeutischen Dilemma.
Bedauerlicherweise lässt die Compliance der Patienten gerade bei
der Asthma-Therapie oft zu wünschen übrig. Daher bieten feste
Arzneimittel-Kombinationen eine sehr gute Möglichkeit die
Behandlung zu vereinfachen.
So gibt es
beispielsweise Kombinationen aus
Chromoglicinsäure (DNCG) und dem
kurzwirksamen Betamimetikum Reproterol (zum Beispiel
Aarane ® von Aventis Pharma), die sich vor allem bei Kindern sowie bei der
Prävention von Anstrengungs-Asthma bewährt haben.
In der
Asthma-Therapie setzt sich bei Erwachsenen die Kombination von
Steroiden mit langwirksamen Betamimetika immer mehr durch. Dies
gilt besonders für die bewährte Kombination aus
Fluticason mit
Salmeterol ( Viani® von GlaxoSmithKline). Für solche Kombinationen
ist eine synergistische Wirkung im Vergleich zur getrennten
Einnahme der Einzelkomponenten wissenschaftlich gut belegt.